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30.01.2020

Medienmitteilung: Smartphone als Suchtfalle für Berner Teenager

Mehr als zwei Drittel der Teenager aus dem Kanton Bern finden, dass die Smartphone-Sucht in ihrem Alter von allen Süchten am meisten verbreitet ist. Dies ergab eine Befragung im Jahr 2019 bei insgesamt 1`079 Berner Schülerinnen und Schülern durch das Blaue Kreuz Bern–Solothurn–Freiburg.

Im Rahmen der Suchtpräventions-Workshops an Oberstufenschulen befragte das Blaue Kreuz im Jahr 2019 insgesamt 1`079 Oberstufenschülerinnen und -schüler im Alter von 12 bis 17 Jahren zum Drogenkonsum sowie zu potenziellen Süchten bei Gleichaltrigen.

72.2 % der Befragten sind der Meinung, dass die Smartphone-Sucht in ihrem Alter am meisten verbreitet ist. Dahinter folgt die Videogame-Sucht, welche zu 50 % angegeben wurde. Die Tabaksucht liegt bei den substanzgebundenen Süchten nach Einschätzung der Befragten an erster Stelle (18.8 %). Die Angaben zu potenziellen Süchten widerspiegeln die subjektive Einschätzung der Jugendlichen und beruhen nicht auf Diagnosekriterien. Mehrfachnennungen waren möglich.

Online-Entzugssymptome unter Jugendlichen
Laut aktueller «always on» Studie sind Schweizer Jugendliche im Mittel in ihrer Freizeit vier Stunden täglich online und nehmen das Smartphone 30 mal hervor. 4.6 % der Jugendlichen stimmen gemäss dieser Studie der Aussage völlig zu, dass sie aufgrund des länger nicht online Seins nervös werden – 23,4 % stimmen der Aussage eher zu. Sozioökonomische sowie demografische Aspekte der Befragten haben keinen Einfluss auf die Ergebnisse.

Bisher ist es für die Social Media und Gaming Industrie klar, dass ihre User möglichst intensiv die Dienste nutzen sollen. Dabei werden zahlreiche Tricks eingesetzt, um die User abhängig zu machen. «Solange es nicht klare ethische Richtlinien für Apps und Games gibt, gehören auch Glückspielelemente immer mehr zum Standard. Das Abhängigkeitspotenzial wird so massiv erhöht.» meint Markus Wildermuth vom Blauen Kreuz Bern–Solothurn–Freiburg.

Medienmitteilung als PDF

Bei Rückfragen

Markus Wildermuth
Leiter Workshops / Information
031 398 14 55
markus.wildermuth@suchtpraevention.org

Weitere Informationen

Studie «always on» (2019)
www.generationsmartphone.ch/pdf/Studie_Always_on_2019-08-26_FHNW.pdf

#ZEITGEWINN – Smartphone-Reduktionsprogramm
www.be.suchtpraevention.org/de/wettbewerbe/zeitgewinn

YouTube-Kanal zu Gesundheitsthemen
www.youtube.com/user/SuchtpraeventionBE