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07.01.2015

Medienmitteilung: Berner Teenager finden Alkohol ungesund

Gut 57% der Berner Teenager finden, dass Alkohol für sie ungesund sei. Dies ergab eine Befragung von knapp 1‘000 Berner Schülerinnen und Schülern durch das Blaue Kreuz.

Mehr als 110 Suchtpräventions-Workshops hat das Blaue Kreuz im Jahr 2014 im Kanton Bern durchgeführt. In diesem Rahmen wurden 986 Schülerinnen und Schüler von der 7. bis 9 Klasse nach den Gründen gefragt, warum sie (keinen) Alkohol trinken. Am häufigsten (57.8%) nannten die Berner Teenager als Grund für den Verzicht die gesundheitlichen Risiken des Alkoholkonsums. Nebst der Sorge um die eigene Gesundheit üben die Eltern einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Alkoholkonsum ihrer Sprösslinge aus. 39% der Jugendlichen geben als Grund für den Alkoholverzicht an, dass die Eltern dies nicht gut finden oder den Alkoholkonsum verbieten. Die Auswertung der Umfrage zeigt weiter, dass mehr als zwei Drittel aller Oberstufenschülerinnen und -schüler bisher höchstens einmal Alkohol probiert hat (47%) oder gar keinen Alkohol konsumiert (26.3%). Die Anzahl der Jugendlichen, die mindestens einmal im Leben betrunken waren liegt bei 13.1%.

„Dies ist aus Präventionssicht sehr erfreulich und zeigt, dass die grosse Mehrheit der Berner Teenager gegenüber der Volksdroge Alkohol eine vernünftige Einstellung hat. Das Resultat macht deutlich, dass das Wissen um die Gefahren des Alkohols die Jugendlichen schützen kann – auch gegen Trunkenheit.

Einen sehr grossen Einfluss haben die Eltern, welche den Jugendlichen durch Gespräche sowie klare Regeln Orientierungshilfe bieten können“, so Workshop-Leiter Markus Wildermuth.

Die Daten werden jeweils direkt nach den Workshops anonym erhoben, welche während dem ganzen Jahr stattfanden. Lehrkräfte sind bei den Befragungen nicht anwesend.

Die Präventionsmassnahme wird in der Regel von der Schulleitung, der Schulsozialarbeit oder von Lehrpersonen initiiert. Während des Workshops werden die Jugendlichen mit Diskussionen, Fallbeispielen, Spielen und Theater für die Themen Konsum, Trunkenheit, Gesundheit, Sucht, Suchtmittel und Gruppendruck sensibilisiert. Ziel ist es den Suchtmittelmissbrauch zu reduzieren.

Für Rückfragen:
Markus Wildermuth
Leiter Workshops
E-Mail
Tel: 031 398 14 55