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01.09.2015

Medienmitteilung: Alkohol-Testkäufe zeigen Wirkung

Im Auftrag der Gemeinde Köniz hat das Blaue Kreuz im Mai und August erneut in 20 Betrieben Alkohol-Testkäufe mit unter 16-Jährigen durchgeführt. Die langjährige Investition für den Jugendschutz scheint Früchte zu tragen: Während die Verkaufsquote 2012 noch bei 60 Prozent lag, beträgt diese heuer nur noch 10 Prozent. Die positive Wende wurde bereits 2014 sichtbar, als die Verkaufsquote auf 35 Prozent sank.


Sämtliche Betriebe wurden im Frühling durch die Gemeindeverwaltung über die geplante Durchführung der Testkäufe schriftlich informiert. Das Ziel der Testkäufe besteht nicht primär darin, fehlbare Betriebe anzuprangern, sondern die Verkaufsstellen zu sensibilisieren und den Alkoholzugang der minderjährigen Jugendlichen effektiv einzuschränken. Die regelmässige Durchführung der Testkäufe scheint sich auszuzahlen.

Wie die Eidgenössische Alkoholverwaltung letztes Jahr bekannt gab, hänge die Wahrscheinlichkeit der Jugendlichen an Alkohol zu gelangen stark von der Tageszeit und der Art der Verkaufsstelle ab. So steige die Verkaufsquote am Abend und in Betrieben, in denen der Alkohol an Ort und Stelle konsumiert werde deutlich – z.B. in Bars und Restaurants. Dies spiegelt sich auch in Köniz wieder: Von den zwei fehlbaren Betrieben ist einer eine Bar.

Der wöchentliche Alkoholkonsum unter den Jugendlichen ist in den letzten Jahren erfreulicherweise stetig gefallen. So ist beispielsweise der Anteil der 15-Jährigen, welche mindestens einmal wöchentlich Alkohol konsumieren, von rund 19,8 Prozent (2010) auf 8 Prozent (2014) gesunken. Ob die Alkohol-Testkäufe wesentlich zu diesem Trend beisteuern, lässt sich zwar nicht eindeutig belegen. Sicher ist jedoch, dass der direkte Alkoholzugang für minderjährige Jugendliche in den letzten Jahren zumindest in Köniz ein wenig schwieriger geworden ist. Nach wie vor beunruhigend sind hingegen die Zahlen zum Rauschtrinken. So tranken sich 2013 28,7 Prozent der 15 bis 19-jährigen mindestens einmal wöchentlich in einen Rauschzustand. Es braucht deshalb neben den Testkäufen weitere Anstrengungen und der Jugendschutz bleibt eine Daueraufgabe.

Auskunftspersonen

  • Gemeinderat: Thomas Brönnimann, Vorsteher Direktion Bildung und Soziales
    (T 031 970 93 50 / T 079 752 53 23)
  • Verwaltung: Lukas Meili, Beauftragter für Prävention, Fachstelle Prävention
    (T 031 970 95 14)
  • Blaues Kreuz: Karin Hegnauer, Co-Projektleiterin Jugendschutz, Fachstelle für Suchtprävention Bern
    (T 031 398 14 56)

Diese Medienmitteilung ist auch auf der Website der Gemeinde Köniz abrufbar.